Wissen by Patrik

Warum manche Böden Wasser schlucken – und andere es abfliessen lassen

Wie gut eine Landschaft mit Starkregen umgehen kann, hängt nicht nur von der Regenmenge ab. Entscheidend ist auch, wie aufnahmefähig der Boden ist.

Was einen aufnahmefähigen Boden auszeichnet

Ein lockerer, strukturreicher Boden besitzt viele Poren und Hohlräume. Wasser kann darin versickern und wird teilweise gespeichert. Besonders Waldböden mit Laubstreu, Wurzeln und reger Bodenbiologie können eine hohe Infiltrationsfähigkeit entwickeln.

Was bei verdichteten Böden passiert

Werden Böden häufig mit schweren Maschinen befahren, können Poren zusammengedrückt werden. Dadurch dringt Wasser langsamer ein und fliesst eher oberflächlich ab. Das kann Erosion, Wasseransammlungen und Hochwasserabfluss begünstigen.

Allerdings bestimmen auch Bodenart, Feuchtigkeit, Vegetation, Hangneigung und Intensität des Regens, wie schnell Wasser versickert.

Die wichtigste Erkenntnis: Nicht allein Starkregen entscheidet über den Abfluss. Eine gute Bodenstruktur kann wesentlich dazu beitragen, Niederschläge aufzunehmen und zurückzuhalten. Bodenschutz ist deshalb zugleich ein wichtiger Bestandteil des natürlichen Wassermanagements.

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