Fotografie by Patrik

Kontrast gezielt an den Tonwertumfang eines Bildes anpassen

Ein stärkerer Kontrast macht ein Bild nicht automatisch besser. Besonders bei überwiegend dunklen oder hellen Aufnahmen kann eine standardisierte Kontrastkorrektur die Helligkeitswirkung ungewollt verändern. Entscheidend ist deshalb, wo der tatsächliche Mittelpunkt der Tonwerte liegt.

Viele globale Kontrastregler arbeiten ähnlich wie eine klassische S-Kurve mit einem festgelegten Mittelpunkt. Bei einem Low-Key-Bild liegen die meisten Tonwerte jedoch im dunklen Bereich; bei einem High-Key-Bild entsprechend im hellen. Eine starre S-Kurve berücksichtigt diese Verteilung nicht ausreichend.

Präziser lässt sich der Kontrast über die Gradationskurve steuern: Der Median der Tonwerte dient als sinnvoller Ausgangspunkt für den Mittelpunkt der Kurve. Von dort können hellere und dunklere Bereiche gezielt voneinander getrennt werden, ohne die charakteristische Helligkeit des Bildes unnötig zu verschieben.

Dasselbe Prinzip funktioniert auch lokal. Für einen ausgewählten Bildbereich kann dessen eigene Tonwertverteilung betrachtet und der Kontrast unabhängig vom restlichen Bild angepasst werden. So entsteht eine wesentlich individuellere und ausgewogenere Kontrastwirkung.

Kontrast
Tonwerte
Gradationskurve
Bildbearbeitung
Histogramm

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