Finanzen by Patrik

Systemische Risiken, Liquidität und Banken

Die Börsen feiern – doch unter der Oberfläche brennt es bereits. Genau dieses Spannungsfeld macht die aktuellen Entwicklungen so gefährlich. Mehrere Hedgefonds, als „hochwertig“ vermarktet, geraten unter Druck, weil vermeintlich sichere, aber illiquide Assets plötzlich massive Abschläge erleiden. Die Folge: Investoren ziehen Kapital ab, Fonds müssen Vermögenswerte weit unter Wert verkaufen – ein klassischer Abwärtssog.

Warum das kein Einzelfall ist: Das Finanzsystem funktioniert wie ein Netzwerk aus Bankbilanzen. Wenn ein Knoten schwächelt, steigt das Kontrahentenrisiko im gesamten System. Unabhängig davon, ob Notenbanken die Geldpolitik lockern oder straffen – hohes Risiko führt zu sinkender Liquidität. Genau dieser Mechanismus war bereits 2007 zu beobachten, während Aktienmärkte noch neue Höchststände erreichten.

Der entscheidende Punkt ist das Thema Sicherheiten. Banken schaffen Geld durch Kreditvergabe, gestützt auf akzeptierte Kollaterale. Brechen deren Bewertungen ein, schrumpft die Basis des gesamten Systems – mit deflationären Folgen. Die inverse Zinskurve, steigende Risikoaversion der Banken und Schwächezeichen in der Realwirtschaft senden klare Warnsignale.

Fazit: Wer nur auf Aktienindizes blickt, übersieht die roten Flaggen. Die Geschichte muss sich nicht exakt wiederholen – aber sie reimt sich verdächtig laut.

Video:  „Seid auf das vorbereitet, was kommt…“ – George Gammon - LifeWorthLiving - YouTube

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