Gesundheit by Patrik

Übersäuerung: Warum Natron oft nicht die beste Lösung ist

Viele Menschen versuchen eine vermeintliche Übersäuerung mit Natron oder Basenpulvern zu bekämpfen. Sinnvoller ist es jedoch, die Ursachen anzugehen. Die grössten Hebel liegen in Ernährung und Lebensstil.

1. Mehr pflanzliche Lebensmittel essen

Der wichtigste Schritt ist eine Ernährung mit viel Gemüse, Obst und Hülsenfrüchten. Diese senken die ernährungsbedingte Säurelast und liefern Mineralstoffe, die den Säure-Basen-Haushalt unterstützen.

2. Die richtigen Eiweißquellen wählen

Eiweiß bleibt wichtig – besonders im Alter. Bevorzuge jedoch häufiger Hülsenfrüchte, Nüsse und pflanzliche Proteine statt grosse Mengen verarbeiteter Fleischprodukte.

3. Auf Mineralstoffe achten

Magnesium, Kalium und Calcium werden für die natürlichen Puffersysteme benötigt. Gute Quellen sind:

  • Magnesium: Nüsse, Samen, Vollkorn, grünes Gemüse
  • Kalium: Kartoffeln, Spinat, Avocado
  • Calcium: Brokkoli, Grünkohl, Milchprodukte

4. Salz und stark verarbeitete Lebensmittel reduzieren

Ein hoher Natriumkonsum belastet die Nieren und kann den Mineralstoffhaushalt ungünstig beeinflussen. Weniger Fertigprodukte und Wurstwaren sind daher empfehlenswert.

5. Nieren und Stoffwechsel unterstützen

Regelmäßige Bewegung, ausreichend Atmung sowie eine gute Kontrolle von Blutdruck und Blutzucker entlasten die Nieren – das wichtigste Organ für den Säure-Basen-Haushalt.

Wichtig: Natron kann bei gelegentlichem Sodbrennen hilfreich sein, eignet sich jedoch nicht als tägliche Routine zur „Entsäuerung“. Bei Nierenerkrankungen oder anderen gesundheitlichen Problemen sollten Ernährungsumstellungen und Nahrungsergänzungen ärztlich abgestimmt werden.

Zum Originalvideo: Besser als Natron - die TOP 3 Entsäuerungs-Methoden! (de / 17:22) - Dr. med. Ulrich Selz (YouTube)

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